Schlossplatz Berlin

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Zwischendrin – Struktur des Entdeckens, Übergangsnutzung Schlossareal Berlin


Stege über bewegtem Grund, Treibgut, die Konstruktion eines Floßes oder das Provisorische von Humboldts Urwaldlaboratorien, horizontales Baugerüst,

Kokon, schwebende Brücken, ...– dynamische Strichlagen spannen sich über die Weite des Schlossarealsin Berlin Mitte und lassen das zentrale Motiv der Passage anklingen. Die hölzernen Passagen beschreiben inhaltlich wie formaldie Situation des Übergangs und umkreisen die grundlegende Frage nach der Wahrnehmung des Gegenwärtigen als Augenblick des Vergänglichen, das „in-between“ zwischen Vergangenheit und Zukunft. Der Entwurf ist skizzenhaft, temporär, fragil - basierend auf Baumaterialien und Prozessen, dieVergänglichkeit in sich tragen. Für eine kurze Zeitspanne von wenigen Jahren wird das weite, unbebaute Schlossareal durch die Passagen erschlossen und rhythmisiert. Dieser konzeptuelle Ansatz begründet eine hohe Flexibilität und gestalterische Unempfindlichkeit. Es entsteht ein offenes System, in dem Abriss, Umbau, Baustellenbetrieb, archäologische Grabungen, Humboldtbox, Baustelleneinrichtungen zum Bau des U-Bahnhofes, kulturelle Veranstaltungen und Interaktionen von Berlinern und Stadtbesuchern zu einem selbstverständlichen Nebeneinander und gewollter Inszenierung finden. Angeboten wird eine Struktur des Entdeckens, die Neugierde weckt, Verborgendes sichtbar macht und in bester Humboldtscher Traditiondie Eroberung des Unbekannten in der Mitte Berlins ermöglicht.


Architekt: relais Landschaftsarchitekten, Gero Heck, Marianne Mommsen
Bauherr: DSK, Lutz Steinmann
Bauleitung: Martina Kaiser.